Apothekerverband registriert deutlich gestiegene Ausgaben für Arzneien

Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Arzneimittel sind 2025 nach Berechnungen des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) deutlich gestiegen. Das teilte der DAV unter Berufung auf Abrechnungsergebnisse von Apothekenrechenzentren in Berlin mit. Im vergangenen Jahr habe es bei Arzneimitteln ohne Impfstoffe einen Anstieg um 4,9 Prozent auf 56,4 Milliarden Euro gegeben. Diese Entwicklung stimme mit den Prognosen des GKV-Spitzenverbands und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung überein.

"Die Zahlen für das Jahr 2025 zeigen ganz nüchtern: Die Krankenkassen geben mehr Geld für weniger Medikamente aus", sagte der DAV-Vorsitzende, Hans-Peter Hubmann. Neue und innovative Arzneimittel seien oft teurer als ihre Vorgänger. 

DAV-Chef beklagt "Kaputtsparen" der Apotheken

Außerdem zeigen die Berechnungen dem DAV zufolge, dass die Vergütung der Apotheken weitestgehend stagniert. DAV-Chef Hubmann kritisierte das. In diesem Zusammenhang werde deutlich, "dass die Apotheken als Leistungserbringer nicht am Fortschritt und Wachstum teilhaben, sondern im Gegenteil kaputtgespart werden". 

Seit 2013 habe jede fünfte Apotheke schließen müssen, weil die Kosten um 65 Prozent gestiegen seien. Damals wurde das Honorar dem Apothekerverband zufolge auf 8,35 Euro pro Packung festgesetzt. Eine Anpassung gab es seitdem nicht mehr. Der DAV forderte Bundestag, Bundesregierung und Bundesrat dazu auf, die Apotheken finanziell zu stärken und so eine patientenorientierte Versorgung zu ermöglichen.