Malaysische Behörden registrieren viele Ansteckungen mit Tuberkulose
In Malaysia kämpfen die Behörden mit einem Tuberkuloseausbruch. Das Gesundheitsministerium berichtete laut dem amtlichen Nachrichtendienst Bernama von zuletzt 503 Neuansteckungen mit der von Bakterien verursachten Krankheit. Die Gesamtzahl der Fälle seit Jahresbeginn stieg damit auf 2.571.
Das Gesundheitsministerium rief die Bevölkerung zu schützendem Verhalten auf. Falls man Erkältungssymptome an sich bemerke, solle man in Menschenmengen Gesichtsmasken tragen, hieß es.
In den kommenden Wochen stehen dem Land bedeutende Festtage bevor, bei denen viele üblicherweise zur Familie oder zu Freunden fahren, wodurch das Risiko einer schnellen Krankheitsausbreitung weiter steigt. So beginnen sowohl der islamische Fastenmonat Ramadan als auch das chinesische Neujahrsfest in der kommenden Woche. Malaysia ist ein mehrheitlich muslimischer Staat in Südostasien mit einer großen chinesischen Bevölkerungsminderheit.
2024 weltweit mehr als 10 Millionen Tuberkulosefälle
Der Anstieg der Tuberkulosefälle ist nach Ansicht von Experten hauptsächlich auf eine natürliche Ausbreitungsdynamik des Erregers von Mensch zu Mensch sowie auf Aktivierung latenter Infektionen vor allem bei Personen mit geschwächtem Immunsystem zurückzuführen. Die früher auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist weltweit eine der tödlichsten Infektionskrankheiten. 2024 erkrankten einem Bericht der WHO zufolge rund 10,7 Millionen Menschen an Tuberkulose.