Zahl der Ärzte aus dem Ausland mehr als verdoppelt

In Deutschland arbeiten immer mehr ausländische Ärztinnen und Ärzte. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, hatten 13 Prozent aller Mediziner in Deutschland im Jahr 2024 keine deutsche Staatsangehörigkeit. Zehn Jahre zuvor waren es noch sieben Prozent gewesen. Ihre Zahl stieg in dem Zeitraum von rund 30.000 auf etwa 64.000. Zum Vergleich: Bei den Erwerbstätigen insgesamt lag der Anteil jener mit ausländischer Staatsangehörigkeit 2024 bei 15 Prozent und 2014 bei neun Prozent. I

In der Human- und Zahnmedizin arbeiteten 2024 insgesamt 121.000 aus dem Ausland zugewanderte Ärztinnen und Ärzte, das war knapp ein Viertel (24 Prozent) der gesamten Ärzteschaft. Ein Teil von ihnen besitzt inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft.

7.000 ausländische Abschlüsse wurden 2024 als gleichwertig anerkannt. Darunter waren 21 Prozent Deutsche, die im Ausland Medizin studiert haben. Die meisten entschieden sich für Österreich oder Ungarn. Die zweitgrößte Gruppe bei den anerkannten ausländischen Abschlüssen waren Syrerinnen und Syrer. 2024 wurden 800 syrische Abschlüsse in der Humanmedizin und 100 in der Zahnmedizin anerkannt.

Mediziner arbeiteten mehr als Erwerbstätige insgesamt

Trotz des gestiegenen Anteils der Teilzeitarbeit in der Human- und Zahnmedizin in den vergangenen zehn Jahren zählen Ärztinnen und Ärzte nach wie vor zu den Erwerbstätigen mit überdurchschnittlich langen Arbeitszeiten. 2024 leisteten sie normalerweise im Durchschnitt 40,3 Stunden pro Woche (46,0 Stunden in Vollzeit, 25,6 Stunden in Teilzeit). Das waren rund sechs Stunden pro Woche mehr als bei Erwerbstätigen insgesamt, die durchschnittlich 34,4 Stunden pro Woche arbeiteten (40,3 Stunden in Vollzeit, 20,9 Stunden in Teilzeit).