RKI sieht Höhepunkt der Grippewelle überschritten
Das Robert Koch-Institut (RKI) rechnet damit, dass der Höhepunkt der Grippewelle erreicht ist. Die Grippewelle halte weiter an, der Höhepunkt "scheint jedoch überschritten zu sein", teilte das RKI in seinem Wochenbericht (PDF) am Mittwoch mit.
In der vergangenen Woche seien bislang 21.485 im Labor bestätigte Influenzafälle gemeldet worden. Das ist weniger als in der Vorwoche; in diesem Zeitraum waren 24.645 Fälle gemeldet worden.
Laut RKI wurden in der vergangenen Woche in 4.898 Fällen Patientinnen und Patienten im Krankenhaus behandelt – das ist fast jeder Vierte. Auch hier zeichnet sich eine Entspannung ab. In der Vorwoche waren es noch 5.871 Fälle.
Mehr als 1.000 Tote seit Oktober
Seit Anfang Oktober wurden insgesamt 197.096 Influenzainfektionen erfasst. Zudem wurden 1.087 Todesfälle im Zusammenhang mit Grippe gemeldet, 96 Prozent der Verstorbenen waren älter als 60 Jahre.
Die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen in der Bevölkerung sank in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche leicht. Die Inzidenz lag demnach auf einem für diese Jahreszeit üblichen hohen Niveau und entsprach einer Gesamtzahl von etwa 6,9 Millionen neu aufgetretenen akuten Atemwegserkrankungen unabhängig von einem Arztbesuch.
Akute respiratorische Erkrankungen sind Infektionen der Atemwege wie Erkältungen, grippale Infekte, Bronchitis oder Covid-19. Sie werden durch Viren wie zum Beispiel Grippeerreger oder Bakterien verursacht und äußern sich durch Symptome wie Husten, Fieber, Schnupfen und Hals- oder Gelenkschmerzen.