"Tagesthemen"-Chef Helge Fuhst wechselt zu Axel Springer
Der Redaktionsleiter und Moderator der Tagesthemen, Helge Fuhst, verlässt die ARD und wechselt zu Axel Springer. Das Medienhaus Axel Springer teilte mit, er übernehme den Vorsitz der Chefredaktionen der "Premium-Gruppe", zu der die Springer-Marken Welt, Politico Deutschland und Business Insider gehören. Gleichzeitig wird Fuhst Chefredakteur der Welt-Gruppe. Bisher war Fuhst neben seinen Funktionen bei den Tagesthemen zweiter Chefredakteur von ARD-aktuell, wo unter anderem die Tagesschau produziert wird.
"Mit Helge Fuhst übernimmt ein hervorragender Journalist und ausgezeichneter Medienmanager die redaktionelle Spitze der Premium-Gruppe", sagte Springer-CEO Mathias Döpfner. Er werde den Weg, den man vor einem Jahr mit der Schaffung der "Premium-Gruppe" erfolgreich eingeschlagen habe, weiter ausbauen und die strategische Ausrichtung der Marken gemeinsam mit den Chefredakteuren schärfen. Fuhst folgt bei der Welt auf Jan Philipp Burgard, der den Angaben zufolge seine Funktion aus gesundheitlichen Gründen mit sofortiger Wirkung niederlegt.
Bereits in der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass Fuhst die ARD verlässt. Der 41-Jährige leitet seit 2019 die ARD-Tagesthemen. Vor seiner Tätigkeit bei ARD-aktuell war Fuhst von Januar 2018 bis September 2019 Programmgeschäftsführer des Ereigniskanals Phoenix und moderierte politische Diskussionssendungen wie Unter den Linden und Der politische Frühschoppen. Seine Karriere hatte Fuhst beim NDR begonnen und wurde von Tagesthemen-Moderator Tom Buhrow gefördert. Als Buhrow 2013 Intendant des WDR wurde, ging Fuhst als sein persönlicher Referent mit nach Köln und wechselte 2016 zu Phoenix.
Nach Angaben des Axel-Springer-Unternehmens steuert Fuhst in seiner neuen Funktion markenübergreifend die Berichterstattung der "Premium-Gruppe". Die Chefredakteure Gordon Repinski (Politico Deutschland) und Moritz Seyffarth (Business Insider Deutschland) bleiben in ihren Ämtern und leiten weiterhin die Redaktionen Politik und Wirtschaft. Sie berichten künftig an Fuhst, Welt-Herausgeber Ulf Poschardt bleibt auch im Amt.