Ein Spion, ein Dichter und das große Missverständnis der Freiheit
Anfang der 1990er Jahre lag ein Versprechen in der Luft.
Der Kalte Krieg war vorbei, das vereinte Europa bereit für Neuanfang, Versöhnung und große Ideen. In Rom feiert ein junger Dichter seinen internationalen Durchbruch und in Kasachstan träumt ein ehemaliger Doppelagent von einem letzten großen Coup.
Mit "Die Reise ans Ende der Geschichte" legt Kristof Magnusson einen Spionageroman vor, der sich liest wie eine Mischung aus Weltgeschichte, Komödie und melancholischem Roadtrip. Es ist ein Buch über das Abenteuer, sich selbst zu verlieren – und dabei vielleicht doch etwas Wahres zu finden.
Jakob Dreiser, ein junger Dichter, der den westlichen Kulturbetrieb für eine Zumutung und das osteuropäische Abenteuer für die letzte große Hoffnung hält, gerät – mehr zufällig als absichtlich – in die Pläne eines Mannes, der genau das Gegenteil verkörpert: Dieter Germeshausen, ehemaliger Geheimdienstmann, frisch verliebt, aber auf der Flucht.
Was folgt, ist eine temporeiche Geschichte über Menschen, die sich in einem historischen Moment bewegen, der größer ist als sie selbst. Es geht um Täuschung, um politische Eitelkeit, um das Scheitern von Weltideen – aber auch um die ganz leisen Sehnsüchte hinter den großen Gesten.
Magnusson schafft es, aus einem Spionageroman eine tief berührende Komödie über Vertrauen, Verrat und Identität zu machen.
Stimmen zum Buch
Niemand versprüht so viel Optimismus und Heiterkeit wie Kristof Magnusson. Ein glänzender Erzähler, der seine Figuren liebt.
Im nächsten Leben werde ich Spionin! In der Zwischenzeit kann ich nur empfehlen, ›Eine Reise ans Ende der Geschichte‹ zu lesen. Klug, witzig, einfach toll!
Wäre Kristof Magnussons Literatur ein Wetterphänomen, wären wir im April: erst Heiterkeit, dann ein Donner, dann Kälteeinbruch, und am Ende sitzt man da mit kurzen Ärmeln und findet es die fantastischste Zeit des Jahres.
Der Autor
Kristof Magnusson wurde 1976 als Sohn deutsch-isländischer Eltern in Hamburg geboren. Heute lebt er in Berlin und schreibt Romane und Theaterstücke und übersetzt aus dem Isländischen. Mit "Ein Mann der Kunst" stand er auf der SPIEGEL-Bestsellerliste, sein Stück "Männerhort" wurde erfolgreich für das Kino verfilmt.
Sein Schreiben verbindet Humor mit Gesellschaftskritik, klare Sprache mit komplexen Themen. "Die Reise ans Ende der Geschichte" ist sein literarischer Ausflug in den Spionageroman – und gleichzeitig eine Hommage an die Unordnung der Welt.