Trumps Kennedy Center bekommt eine neue Leitung
Das von US-Präsident Donald Trump umbenannte Kennedy Center in Washington bekommt kurz vor seiner zweijährigen Schließung eine neue Leitung. Der bisherige Präsident von Washingtons größter Kultureinrichtung und frühere US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, gibt den Posten nach "exzellenter Arbeit" ab, wie Trump auf seiner Plattform Truth Social schrieb.
Trump kündigte an, Matt Floca, den ehemaligen Vizepräsidenten für das Gebäudemanagement, zum Geschäftsführer der Institution ernennen zu wollen. Laut seiner offiziellen Biografie verfügt Floca über Erfahrungen im Baumanagement und im Immobiliensektor.
Trump hatte das Kulturhaus als zu "woke" bezeichnet. Nach seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr entließ er mehrere Mitglieder des Kuratoriums. Er übernahm selbst den Vorsitz und setzte Grenell ein, um die umbenannte Institution zu leiten. Nach der Umbenennung in Trump Kennedy Center sagten mehrere Künstler ihre Auftritte aus Protest ab. In dem Haus werden traditionell alle Genres von Theater, Tanz und Musik gezeigt.
Personaländerung vor zweijähriger Renovierungsphase
Das Kulturzentrum soll nach Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag der Vereinigten Staaten am 4. Juli für rund zwei Jahre schließen und nach Trumps Vorstellungen umgestaltet werden. Trump hatte zuvor über Truth Social geschrieben, dass der Komplex in einem sehr schlechten Zustand und dringend renovierungsbedürftig sei. Trump schrieb, Grenell habe "während der Übergangsphase hervorragende Arbeit bei der Koordination verschiedener Bereiche des Zentrums geleistet".
Die Übernahme der auch mit Steuergeld geförderten Einrichtung wird von Kritikern als Teil eines groß angelegten Kulturkampfes gesehen.