Grimme-Preise für Frank Elstner und ZDF-Korrespondentin Golineh Atai

Das Grimme-Institut hat die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner der Grimme-Preise bekannt gegeben, die am 24. April verliehen werden. Den Preis für besondere journalistische Leistung erhält ZDF-Korrespondentin Golineh Atai "für ihre ruhig erzählten und analytisch herausragenden Berichte aus der arabischen Welt", heißt es in der Mitteilung des Instituts. Moderator Frank Elstner erhält die sogenannte besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbands. Elstner sei nicht nur ein "überragender TV-Macher", sondern auch ein "Botschafter für gesellschaftliche Anliegen", schreibt das Grimme-Institut.

Die Grimme-Preise werden in diesem Jahr zum 62. Mal vergeben. Die Verleihung findet im Theater der Stadt Marl statt, moderiert von Linda Zervakis. Insgesamt gibt es 16 Preise und drei Sonderpreise. Der 1964 erstmals vergebene Grimme-Preis gilt als wichtigster deutscher Fernsehpreis. Stifter ist der Deutsche Volkshochschul-Verband, weitere Partner sind das Land Nordrhein-Westfalen, das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF), der Westdeutsche Rundfunk (WDR), 3sat und die Stadt Marl.

In der Kategorie Information und Kultur werden neben Atai vier TV-Produktionen ausgezeichnet. Mit dem Zweiteiler Hass. Hetze. Hoffnung. über den Mord an einer chinesischen Studentin in Ostdeutschland ist erstmals der Privatsender RTL 2 in dieser Kategorie dabei. Weitere Auszeichnungen gehen an die Dokumentationen Das leere Grab (ZDF), Petra Kelly – Act Now! (ARD/Arte) und Sudan: Ein Krankenhaus im Schatten des Krieges (ZDF/DW/Arte).

Grimme-Preis für Sendung von Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim

Grimme-Preise in der Kategorie Unterhaltung gehen an die ZDF-Wissenschaftssendung MaiThink X – Die Show (2025) mit Mai Thi Nguyen-Kim und die Prime-Video-Serie Gerry Star. Für smypathisch – die show (ZDF/Funk) erhält zudem Webvideoproduzentin Marie Lina Smyrek nach 2023 bereits den zweiten Grimme-Preis für "eine besonders gelungene und wegweisende Verbindung aus Fernsehhandwerk und Internetkultur".

Auch in der Kategorie Fiktion gibt es fünf Preisträger. Die Jury entschied sich für den Fernsehfilm Die Nichte des Polizisten (ARD/SWR/NDR), die Tatort-Folge Dunkelheit (ARD/HR) sowie die Serien Die Affäre Cum-Ex und Tschappel (beide ZDF). Den Spezialpreis in der Fiktion erhält der Film Unterwegs im Namen der Kaiserin (ZDF) für die "zeitgemäße Dekonstruktion des Sisi-Hypes".

In der Kategorie Kinder und Jugend wählte die Jury die Spielfilme Grüße vom Mars (NDR/HR/Kika/MDR) und Ellbogen (ZDF). Einen Spezialpreis in dieser Kategorie gibt es für die Protagonisten und die Idee der Dokumentation Der talentierte Mr. F (ARD/MDR/BR/RBB/HR).

Die Studierendenjury entschied sich für die Medical-Drama-Serie KRANK Berlin (ZDFneo/Apple TV+), der Publikumspreis der Marler Gruppe geht an die Animationsserie Lenas Hof (ZDF).

Transparenzhinweis: ZEIT-Formatentwicklerin Amna Franzke ist stellvertretende Vorsitzende der Grimme-Preis-Jury in der Kategorie Unterhaltung.