Donald Trump fordert erneut Entlassung von Jimmy Kimmel

Wegen einer Äußerung über First Lady Melania Trump hat US-Präsident Donald Trump die Entlassung von Moderator und Comedian Jimmy Kimmel gefordert. Wegen seines »verabscheuungswürdigen Aufrufs zur Gewalt« müsse Kimmel »sofort von Disney und ABC gefeuert werden«, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform. Der Moderator hatte der Frau des Präsidenten in seiner Show am vergangenen Donnerstag den »Glanz einer werdenden Witwe« bescheinigt.

Wenige Stunden vor dem Präsidenten hatte bereits Melania Trump Kimmel kritisiert. Kimmels »hasserfüllte und gewalttätige Rhetorik« ziele darauf ab, das Land zu spalten. »Kimmel ist ein Feigling, der sich hinter ABC versteckt, weil er weiß, dass der Sender ihn weiterhin decken wird, um ihn zu schützen«, schrieb Melania Trump. Sie forderte, dass ABC Stellung beziehe. Der zum Disney-Konzern gehörende Sender hatte Kimmels Vertrag erst im Dezember bis Mitte Mai 2027 verlängert. Zuvor hatte er dessen Sendung auf Betreiben der US-Regierung vorübergehend abgesetzt.

Kimmel hatte die Bemerkung am vergangenen Donnerstag in seiner Sendung gemacht – also zwei Tage vor dem Schusswaffenvorfall am Rande des Korrespondentendinners mit US-Präsident Trump in Washington, D. C. am Samstagabend. Dabei hatte ein bewaffneter Mann versucht, eine Sicherheitskontrolle zu überwinden. Bei seiner Festnahme fielen mehrere Schüsse. Ein Gericht warf dem Verdächtigen am Montag versuchten Mord am US-Präsidenten vor.

Kimmels Sendung war 2025 auf Betreiben Trumps kurzzeitig abgesetzt

Kimmel hatte in seiner Sendung am Donnerstag die Rolle des Gastgebers beim da noch bevorstehenden Korrespondentendinner parodiert. Dabei wandte er sich an die imaginär im Publikum sitzende Präsidentengattin und sagte, »Mrs. Trump, Sie strahlen wie eine werdende Witwe«.

Der prominente Late-Night-Moderator kann bereits auf eine lang andauernde Fehde mit Donald Trump zurückblicken. Im September hatte ABC Kimmels Show auf Betreiben der US-Regierung vorübergehend abgesetzt. Zuvor hatte der Moderator Trumps Maga-Bewegung vorgeworfen, sich die Ermordung des ultrarechten Aktivisten Charlie Kirk politisch zunutze zu machen. Nach heftiger Kritik an der Absetzung vollzog der ABC-Mutterkonzern Disney schließlich eine Kehrtwende und nahm Kimmels Show wieder ins Programm.