Tori Amos, Pigeon, Maya Hawke, The Black Keys: Die Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag stellen vier Popmusikjournalistinnen und -journalisten ab 21 Uhr ihre Alben der Woche in der Sendung „Soundcheck“ bei Radio eins vor. Diese Woche mit folgenden Platten:

Pigeon: Outtanational (Memphis Industries)
Man könnte sich so einige Orte vorstellen, an denen Musik wie die von Pigeon gedeihen könnte, New York, Lagos oder Marseille zum Beispiel. Aber da Orte heute bekanntlich weitgehend egal sind, kommt die Band Pigeon um den aus Guinea stammenden Sänger Falle Nioke: aus Margate.

In der britischen Grafschaft Kent purzeln bei Pigeon nun also Funk, Soul, Rock, Elektronisches, Afrobeats, Post-Punk, Ska mit klarem Zug zum Dancefloor auf eine Weise durcheinander, dass man kaum noch hinterherkommt mit den Genres. Die Band besteht aus routinierten Session-Musikern, die ansonsten unter anderem für Michael Kiwanuka und Little Simz arbeiten, was wiederum an das mysteriöse Sault-Projekt erinnert, an deren Alben ebenfalls Pigeon-Mitglieder beteiligt waren. Torsten Groß, Moderator

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Maya Hawke: Maitreya Corso (4AD)
Maya Hawke ist längst mehr als die Tochter von Uma Thurman und Ethan Hawke – oder ein Star aus „Stranger Things“. Parallel zu ihrer Schauspielkarriere, die sie schon in den Cast von Tarantinos „Once Upon a Time in Hollywood“ führte, hat sie sich ein zweites Standbein als Musikerin aufgebaut.

Mit „Maitreya Corso“ legt sie bereits ihre vierte Platte vor und zeigt erneut, wie eigenständig ihr Sound ist. Ihr Folk-Pop klingt warm, nah und fein gearbeitet, mit Fingerpicking, leisen Stimmen und einer angenehmen analogen Tiefe. So entsteht Musik, die berührt, ohne sich aufzudrängen – und die neugierig macht auf eine Künstlerin, die ihren eigenen Ton gefunden hat. Stephan Rehm, Musikexpress

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Tori Amos: In Times of Dragons (Universal)
Als die Obamas noch im Amt waren, habe man sie nicht gebraucht, sagte die US-Songwriterin Tori Amos kürzlich dem „Paste Magazine“ – und liefert damit eine halbernste Erklärung, warum „In Times of Dragons“ ihr bislang politisch explizitestes Werk ist. Es geht um den Zerfall der Demokratie, um Tech-Milliardäre, die sie als „Eidechsen-Dämonen“ beschreibt, um eine traumatisierte Gesellschaft sowie um Kräfte, die dagegenwirken.

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In 17 Songs erzählt Amos eine ineinandergreifende Geschichte zwischen realen Figuren und mystischen Metaphern. Getragen von gewohnt intuitiven Pianomelodien und kantig-experimentellen Poparrangements, an denen teils ihre Tochter mitgeschrieben hat, macht Amos die bedrohlichen Dynamiken in den USA auf durchdringende Weise begreifbar. Und ja, das braucht es. Sandra Gern, Musikjournalistin & Moderatorin


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The Black Keys: Peaches! (Easy Eye Sound/Warner)
Zurück zu den Wurzeln, das ist oft eine gute Idee. Das 14. Studioalbum der Black Keys soll wieder „so natural“ klingen wie ihr Langspieldebüt „The Big Come Up“ von 2002: rau, ungestüm, mitreißend. Dan Auerbach und Patrick Carney lassen den Blues rollen und rumpeln. Man glaubt, ihnen bei einer Session auf der Veranda eines Holzhauses in Ohio oder Kentucky zuzuhören. Ein Befreiungsschlag nach mehreren mäßigen Platten. Christian Schröder, Tagesspiegel