US-Militär zieht in Bagdad stationierte Gruppen zurück

Das US-Militär reduziert seine im Irak stationierten Truppen laut irakischen Angaben weiter. Am wichtigen Stützpunkt Ain al-Assad werde es kommende Woche einen "vollständigen Abzug" geben, und die USA würden dort die Kontrolle an die irakischen Sicherheitskräfte übergeben, sagte der Vizebefehlshaber des gemeinsamen Einsatzkommandos, Kais al-Muhammadaui. Vonseiten der US-Regierung liegt bisher keine Stellungnahme vor.

Die USA führen seit 2014 im Irak und im Nachbarland Syrien eine internationale Koalition zum Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) an. Der IS gilt als militärisch besiegt. Allerdings sind in beiden Ländern weiterhin IS-Kämpfer aktiv, die auch noch Anschläge verüben

Abzug aus Region wird als Erfolg gewertet

Die Militärbasis Ain al-Assad liegt im Westen des Irak und galt als einer der wichtigsten Stützpunkte im Kampf gegen den IS. Mehrfach war der Standort Ziel von Angriffen durch die vom Iran unterstützten Milizen im Irak, die den kompletten Abzug der US-Truppen fordern. 

Im Oktober hatte das US-Militär angekündigt, seine Präsenz im Irak verringern zu wollen. Die Truppenreduzierung spiegele den "gemeinsamen Erfolg" im Kampf gegen den IS wider, teilte das US-Verteidigungsministerium damals mit. 

US-Soldaten sind im Irak noch in der Nähe des Flughafens von Bagdad stationiert und am Luftwaffenstützpunkt Erbil. Dieser wird weiterhin für Einsätze im Irak und Syrien genutzt. Außerdem gibt es einen US-Stützpunkt in Syrien und an der Grenze zu Irak und Jordanien.