Neue US-Chefdiplomatin ist in Venezuela eingetroffen

Weniger als einen Monat nach der US-Intervention in Venezuela und der Gefangennahme des Präsidenten Nicolás Maduro ist die neue Chefdiplomatin der USA in Caracas eingetroffen. Die Diplomatin Laura Dogu wurde am Flughafen der venezolanischen Hauptstadt von Außenminister Yván Gil in Empfang genommen.

"Mein Team und ich sind bereit zu arbeiten", schrieb Dogu auf Spanisch im Onlinedienst X und stellte Fotos von ihrer Ankunft am Flughafen dazu. Das venezolanische Außenministerium teilte mit, das Treffen von Dogu und Gil sei Teil der Bemühungen, "einen Fahrplan für Fragen von bilateralem Interesse festzulegen" und bestehende Differenzen auf diplomatischem Weg beizulegen.

US-Botschaft in Caracas ist seit 2019 geschlossen

Die US-Regierung hatte Dogu, die zuvor bereits US-Botschafterin in Honduras und Nicaragua war, vergangene Woche zur Geschäftsträgerin ernannt, ihrer obersten diplomatischen Vertreterin in Venezuela. Schon wenige Tage nach der Entführung Maduros und seiner Inhaftierung in New York war eine US-Delegation nach Caracas gereist und hatte eine Wiedereröffnung der dortigen US-Botschaft geprüft.

Die US-Botschaft in Caracas ist seit 2019 geschlossen. Die US-Vertretung für Venezuela hatte ihren Sitz seitdem in der US-Botschaft in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá.

Trump hatte nach der Gefangennahme Maduros gesagt, Venezuela stehe nun unter der Kontrolle der USA. Die venezolanische Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez lobte er als "fantastisch". Rodríguez war Vizepräsidentin unter Maduro und wurde vom obersten Gericht des Landes nach dessen Gefangennahme als Interimsstaatschefin eingesetzt.