US-Bundesrichter ordnet Freilassung von Fünfjährigem und Vater an
Ein US-Bundesrichter hat die Freilassung eines fünfjährigen Jungen aus Ecuador und dessen Vater angeordnet, die im Bundesstaat Minnesota von Beamten der Einwanderungsbehörde ICE festgesetzt und nach Texas gebracht worden waren. Richter Fred Biery verfügte, dass die beiden bis zum kommenden Dienstag aus dem Haftzentrum im texanischen Dilley entlassen werden müssen. Zudem kritisierte er die Abschiebepolitik der Regierung von Präsident Donald Trump.
Der fünf Jahre alte Liam und sein Vater waren am 20. Januar vor ihrem Haus im Bundesstaat Minnesota von ICE festgesetzt worden. Nachbarn und Vertreterinnen des zuständigen Schulbezirks sagten später, ICE-Beamte hätten den Jungen als "Köder" benutzt, indem sie ihn aufgefordert hatten, an der Haustür zu klingeln, damit seine Mutter öffne.
Das Heimatschutzministerium behauptete, diese Darstellung sei eine "blanke Lüge". Der Vater sei vielmehr zu Fuß geflohen und habe den Jungen in einem Fahrzeug mit laufendem Motor in der Einfahrt zurückgelassen.
Bundesbeamte sagten zudem, der Vater habe sich illegal in den USA aufgehalten. Der Anwalt der betroffenen Familie teilte hingegen mit, dass der Vater sich in einem laufenden Asylverfahren befinde, das es ihm erlaube, im Land zu bleiben.