Nächtlicher Angriff auf Wahlhelfer der AfD in Baden-Württemberg
In Tübingen sind zwei Wahlhelfer der AfD mit Reizgas attackiert und leicht verletzt worden. Sie wurden in der Nacht zu Sonntag beim Aufhängen von Wahlplakaten der Partei von einer achtköpfigen Gruppe bedrängt, teilt die Polizei mit. Nach einem Wortwechsel seien die beiden Wahlhelfer im Alter von 21 Jahren und 54 Jahren aus der Gruppe heraus mit Pfefferspray besprüht worden.
Die bislang unbekannten Verdächtigen waren nach Angaben der Beamten dunkel gekleidet und trugen rote Schlauchschals. Die angegriffenen Wahlhelfer wurden vom Rettungsdienst ambulant behandelt. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf und bittet um Zeugenhinweise.
AfD könnte Wahlergebnis von 2021 verdoppeln
In Baden-Württemberg wird am 8. März ein neuer Landtag gewählt. Die jüngsten Umfragen sehen die CDU bei 29 Prozent der Stimmen, die Grünen bei 21 bis 23 Prozent, die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier bei 20 Prozent und die SPD bei acht bis zehn Prozent, die Linke bei sieben und die FDP bei fünf Prozent.
Derzeit regieren in Baden-Württemberg die Grünen in einer Koalition mit der CDU. Der Umfragewert der AfD von 20 Prozent entspricht mehr als dem Doppelten des Ergebnisses bei der Landtagswahl 2021. Damals war die AfD auf 9,7 Prozent gekommen.
Den Umfragen zufolge könnte Manuel Hagel (CDU) im Amt des Ministerpräsidenten auf Winfried Kretschmann (Grüne) folgen. Für den Grünen-Spitzenkandidaten Cem Özdemir könnte das weit überdurchschnittliche Ergebnis seiner Partei im Südwesten dennoch zu wenig sein, um Regierungschef in Stuttgart zu werden, da rechnerisch für ihn kein anderer Koalitionspartner als die vorn liegende CDU in Sicht ist.