Hochrechnung sieht Özdemirs Grüne nur noch knapp vor CDU
Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg zeichnet sich ein Erfolg der Grünen und Spitzenkandidat Cem Özdemir ab. Nach zunächst deutlicheren Abständen schmilzt der Vorsprung der Grünen vor der CDU in den jüngsten Hochrechnungen aber.
Gegen 20 Uhr sah die ARD die Grünen bei 30,4 Prozent, die CDU bei 29,7. In der ZDF-Hochrechnung kamen die Grünen auf 30,7 Prozent, die CDU auf 29,7.
Drittstärkste Kraft wird angesichts deutlicher Abstände nach oben und unten die AfD (ARD 18,6 Prozent, ZDF 18,4). Die SPD fährt ein historisch schlechtes Ergebnis ein und liegt nur knapp über der Fünf-Prozent-Hürde (ARD 5,6 Prozent, ZDF 5,5). Die FDP (ARD 4,4 Prozent, ZDF 4,3) und die Linke (ARD 4,3 Prozent, ZDF 4,4) werden den Einzug in den Landtag voraussichtlich verpassen.
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Landtagswahl 2026 : Ergebnisse der Wahl in Baden-Württemberg live
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Stimmenverteilung: Hochrechnung
70,5 % Wahlbeteiligung • Stand: 22.55 Uhr •Quelle:-
Grüne
30,3 % −2,3’21 2026 -
CDU
29,7 % +5,6 -
AfD
18,7 % +9,0 -
SPD
5,5 % −5,5 -
Linke
4,4 % +0,8 -
FDP
4,4 % −6,1
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Mögliche Koalitionen
Mehrheit mit 80 Sitzen-
Grüne +CDU
113 Sitze -
CDU +SPD
66 Sitze
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Wahlkreise
69 / 70 ausgezählt
Özdemir spricht von "fulminanter Aufholjagd"
"Was für ein Wahlkampf, was für eine fulminante Aufholjagd", sagte Cem Özdemir bei der Wahlparty der Grünen. "Es ist noch zu früh, um final etwas zu sagen." Egal wie es ausgehe, eine zukünftige Koalition müsse eine Partnerschaft auf Augenhöhe werden. Er lobte die gemeinsamen Erfolge der grün-schwarzen Landesregierung in den vergangenen zehn Jahren.
CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel bedankte sich bei der CDU-Wahlparty bei seinen Unterstützern. Die vergangenen Wochen seien für ihn und seine Familie "eine enorme Belastung" gewesen. Er trage die Verantwortung für das Ergebnis. Man warte die weiteren Zahlen ab, es könne ein langer Abend werden.
Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren hatten die Grünen mit 32,6 Prozent ein Rekordergebnis erzielt, die CDU war mit 24,1 Prozent auf ein historisches Tief gefallen. Die SPD kam damals auf 11 Prozent, die FDP auf 10,5 Prozent und die AfD auf 9,7 Prozent. Die Linke war an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.