SPD will Parteizentrale im Willy-Brandt-Haus verkleinern

Die SPD plant einem Medienbericht zufolge, ihre Parteizentrale zu verkleinern und zu modernisieren. Die Mitarbeitenden des Parteivorstands sollen nach Angaben von SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf auf den oberen drei Etagen des Willy-Brandt-Hauses zusammengezogen werden, berichtet der Spiegel. Die dadurch frei werdende dritte Etage soll demnach wie die beiden darunter liegenden Stockwerke an andere vermietet werden.

Klüssendorf zufolge will die SPD dadurch "eine moderne Arbeitsatmosphäre" schaffen, "mit viel Raum für Kreativität, Kommunikation und schlagkräftige Kampagnen". Noch in diesem Jahr soll demnach der Umbau in der vierten Etage des Willy-Brandt-Hauses beginnen. "Wir wollen mit dem Umbau eine moderne Arbeitsumgebung schaffen, die zu einer zeitgemäßen Organisation passt." Sie soll sich an den "Arbeitsweisen heißer Wahlkampfphasen" orientieren.

Geld sparen sei nicht das Hauptziel, sagte Klüssendorf. Die SPD-eigene Vermietungsgesellschaft werde zunächst einen hohen Betrag investieren müssen. Das soll auch zur Modernisierung des Gebäudes beitragen, die Klima- und Heiztechnik etwa soll auf den neuesten Stand gebracht werden. Die Zentrale wird in diesem Jahr 30, ihre Einweihung fand 1996 statt. Dennoch darf nach der sinkenden Zustimmung zur SPD bei der vergangenen Bundestagswahl davon ausgegangen werden, dass auch Geld eine Rolle spielt – Parteien erhalten Zuschüsse auch nach Parlamentssitzen.

Die Mitarbeitenden aus dem ebenfalls der SPD gehörenden benachbarten Paul-Singer-Haus sollen demnach ebenfalls zurück in die Zentrale ziehen, das Haus ebenfalls vermietet werden, zitiert der Spiegel Klüssendorf. Er räumte ein, dass es in Teilen der Belegschaft Vorbehalte gebe: Während sich jüngere Mitarbeitende eine moderne Arbeitsatmosphäre wünschten, gäbe es bei anderen Sorgen. Er befinde sich mit Beschäftigten sowie Betriebsrat in Gesprächen. Fertiggestellt werden soll der Umbau vor dem voraussichtlichen Bundestagswahlkampf 2029.