Sozialdemokraten verpassen Mehrheit bei Parlamentswahl in Dänemark

Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Dänemark sind die Sozialdemokraten von Regierungschefin Mette Frederiksen stärkste Kraft geworden. Eine absolute Mehrheit haben sie jedoch verfehlt. Nach Auszählung aller Stimmen kommt das Linksbündnis von Frederiksen auf 84 Sitze im Parlament, des rechte Bündnis erhält 77 Sitze. Für eine Mehrheit im 179 Sitze umfassenden Parlament wären 90 Sitze nötig. Die Mitte-Partei des derzeitigen Außenministers Lars Lökke Rasmussen kommt auf 14 Sitze dürfte so in Koalitionsverhandlungen den Ausschlag geben, welches Lager die nächste Regierung anführt.

Frederiksen bleibt zunächst als Regierungschefin im Amt, bis sie abgewählt wird. Nachdem die Endergebnisse bekannt sind, beginnen Koalitionsverhandlungen. Sie ist seit 2019 Regierungschefin. Falls sie als Ministerpräsidentin wiedergewählt wird, wäre es ihre dritte Amtszeit.

Die Wahl fand auch unter dem Eindruck der Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen das dänische Autonomiegebiet Grönland statt. Bis zur vergangenen Legislatur wurden zumeist Minderheitsregierungen innerhalb der Blöcke gebildet, mit der Zentrumspartei reichte es zuletzt aber für eine Mehrheitsregierung. Diese dürfte Frederiksen auch diesmal anstreben.