Bis zu 45 Cent pro Kilometer – Merz prüft höhere Pendlerpauschale und niedrigere Stromsteuer

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist angesichts der hohen Benzinpreise offen für eine Anhebung der Pendlerpauschale sowie eine Senkung der Stromsteuer. Dies berichtet die „Bild“-Zeitung (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Kanzleramtskreise. Dem Vorabbericht zufolge ist eine Erhöhung der Pauschale von derzeit 38 Cent auf bis ‌zu 45 Cent je Kilometer im Gespräch.

Die Entlastung würde bei den Bürgern dann im kommenden Jahr im Rahmen der Steuererklärung ankommen. Zudem sei Merz dafür, die Stromsteuer für ‌alle zu senken. Eine Entscheidung darüber könnte bereits am Sonntag bei einem Treffen des Koalitionsausschusses fallen, hieß es weiter. An der jüngst eingeführten Regel, ‌wonach Tankstellen ihre Preise ‌nur einmal täglich um zwölf Uhr anheben dürfen, wolle der Kanzler ‌festhalten.

Die Tankstellen dürfen seit Mittwoch in der vergangenen Woche die Spritpreise nur noch einmal am Tag anheben. Dieses sogenannte Österreich-Modell war zentraler Bestandteil eines ersten Maßnahmenpakets der Bundesregierung in der Energiekrise. Das Preisniveau stieg seitdem jedoch weiter. Der Ölpreis war infolge der Ankündigung einer Feuerpause zwischen den USA und dem Iran in der Nacht zum Mittwoch deutlich gesunken. An den deutschen Tankstellen spiegelte sich das zunächst jedoch nicht wider.