Tesla erwartet Steigerung der Produktion in Grünheide

Im kommenden Jahr will Tesla die Produktion der Autofabrik in Grünheide trotz schwieriger Marktlage steigern. In jedem Quartal habe der US-Elektroautobauer im abgelaufenen Jahr die Produktion weiter steigern können, sagte Werksleiter André Thierig. "Wir schauen damit auch positiv ins neue Jahr und gehen von einer weiteren Steigerung aus." 

"Wir konnten die Arbeitsplätze hier sichern, waren niemals wie andere Industriestandorte in Deutschland von Produktionsstillstand oder Stellenabbau betroffen", sagte er. Der Standort sei auch im Jahr 2025 weiter ausgebaut worden. 

Rund 11.000 Beschäftigte stellen laut Unternehmen in dem Werk in Brandenburg gut 5.000 Fahrzeuge pro Woche her. Das sind rund 250.000 Fahrzeuge im Jahr.

Exporte in 30 Länder

Von Januar bis November 2025 wurden 17.358 Tesla-Pkw in Deutschland neu zugelassen, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt mit. Das war ein Minus von rund 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allerdings beliefert Tesla von Grünheide aus mehr als 30 Märkte und ist damit weniger krisenanfällig. 

Die aktuelle Lage nannte der Werksleiter "stabil". "Wir beobachten das natürlich kontinuierlich und werden dann die Märkte und die Produktion auch entsprechend anpassen", sagte Thierig. 

Den geplanten Ausbau der Fabrik hat der Autobauer weiter im Blick. "Die erste Teilgenehmigung für den Ausbau der Produktionskapazitäten haben wir bereits erhalten", sagte der Werksleiter. "Für die zweite Teilgenehmigung haben wir den Antrag noch nicht eingereicht." Dazu liefen Vorbereitungen. 

Kritik von Umweltschützern

Mitte Dezember hatte der US-Elektroautobauer angekündigt, er wolle die Voraussetzungen für eine Fertigung kompletter Batteriezellen in Deutschland schaffen. Voraussichtlich ab 2027 sollen bis zu acht Gigawattstunden Batteriezellen pro Jahr produziert werden.

Umweltschützer haben große Bedenken, weil die Fabrik teils im Wasserschutzgebiet liegt. Tesla weist die Bedenken zurück und verweist unter anderem auf einen sinkenden Wasserverbrauch. Seit mehr als einem Jahr werde das komplette Produktionsabwasser recycelt. Damit werde deutlich weniger Wasser verbraucht als in den vergangenen Jahren, sagte der Werksleiter.