Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef verdient künftig 1,4 Millionen Euro

Der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, Alexander Wynaendts, soll künftig deutlich mehr verdienen. Seine Bezahlung kann auf bis zu 1,4 Millionen Euro im Jahr steigen, geht aus der Einladung zur Hauptversammlung hervor. Schon jetzt ist Wynaendts mit 950.000 Euro der bestbezahlte Aufsichtsrat in Deutschland.

Dem Schreiben zufolge soll sein Grundgehalt insgesamt auf 1,15 Millionen Euro steigen. Zusätzlich bekommt er künftig extra Geld für seine Arbeit in Ausschüssen. Der 65-jährige Niederländer sitzt derzeit dem Präsidial- und dem Nominierungsausschuss vor. Insgesamt könnten dafür noch einmal 150.000 und 100.000 Euro dazukommen.

Wynaendts ist seit vier Jahren Chef des Deutsche-Bank-Aufsichtsrats. Er steht in diesem Jahr zur Wiederwahl. Auch die ​übrigen Aufsichtsräte der Deutschen Bank bekommen dem Beschlussvorschlag zufolge mehr Geld: Für die beiden stellvertretenden Vorsitzenden des Gremiums steigt die feste Vergütung ​um 75.000 auf 550.000 Euro, für die übrigen Mitglieder um 50.000 auf 350.000 Euro.

Die Bank begründet die Erhöhungen damit, dass sie mit ‌ihren bisherigen Vergütungen "auf dem internationalen Markt für qualifizierte Kandidaten für ​den Aufsichtsrat nicht ausreichend konkurrenzfähig" sei, vor allem im Vergleich mit ähnlich ⁠großen und ​komplexen Instituten. Das habe auch die Suche ‌nach geeigneten Kandidaten für das Gremium gezeigt.

Neu in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank einziehen soll der Vorstandschef ‌des Konsumgüterkonzerns Henkel, Carsten Knobel. Er soll den ehemaligen Volkswagen-Manager Frank Witter ersetzen, ​der nach fünf Jahren nicht mehr antritt.