Nasa bricht ISS-Mission wegen medizinischen Problems ab

Die Nasa bricht eine Mission an Bord der Internationalen Raumstation ISS wegen eines gesundheitlichen Problems eines Besatzungsmitglieds ab. Die vierköpfige Crew aus den USA, Japan und Russland werde schon in den kommenden Tagen zur Erde zurückkehren und damit früher als geplant, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit.

Sie nannte weder den Namen des Astronauten noch Details zum gesundheitlichen Problem und verwies auf den Schutz der Privatsphäre des Patienten oder der Patientin. Das betroffene Crewmitglied sei aber inzwischen stabil, hieß es. Auf der ISS gibt es grundlegende medizinische Ausrüstung und Medikamente für bestimmte Notfälle.

Die vierköpfige Crew, die nun zur Erde zurückkehrt, war im August mit einem SpaceX-Raumschiff zur ISS gestartet und sollte sich mindestens sechs Monate auf der Station aufhalten. Zur Crew gehörten die Nasa-Astronauten Zena Cardman und Mike Fincke sowie Kimiya Yui aus Japan und der russische Kosmonaut Oleg Platonow.

Außenbordeinsatz abgesagt

Wegen des medizinischen Anliegens sagte die Nasa einen geplanten Außenbordeinsatz ab. Fincke und Cardman sollten außerhalb der Station Vorbereitungen für eine geplante Installation von Solarpaneelen treffen. Die Paneele sollen die Raumstation künftig mit zusätzlicher Energie versorgen.

Nach Nasa-Angaben war es Finckes vierter Aufenthalt auf der ISS, für Astronaut Yui der zweite. Für Cardman und Platonow war es der erste Einsatz.

Drei weitere Astronauten leben und arbeiten derzeit ebenfalls an Bord der Raumstation, darunter der Nasa-Astronaut Chris Williams sowie die Kosmonauten Sergej Mikajew und Sergei Kud-Swertschkow. Sie starteten im November an Bord einer Sojus-Rakete zu einem achtmonatigen Aufenthalt und sollen im Sommer zur Erde zurückkehren.