In Deutschland Design studieren

© Adobe Stock | Marharyta Hanhalo

Welche Tradition hat Design in Deutschland? 

Schon Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Deutschland zu einem Zentrum für Kunst und Design. Im Jahr 1919 gründete der Designer und Architekt Walter Gropius in Dessau das Bauhaus als Schule für angewandte Kunst und Architektur und prägte damit eine der einflussreichsten Designbewegungen des 20. Jahrhunderts. Seit 1996 zählen die Bauhausstätten in Weimar und Dessau zum UNESCO-Welterbe. Wer Design in Deutschland lernen will, kann noch heute an der traditionsreichen Bauhaus-Universität in Weimar Gestaltung und Architektur studieren.

Das Hauptgebäude der Bauhaus-Universität in Weimar © Bauhaus-Universität Weimar, Thomas Müller

Wo kann ich in Deutschland Design studieren? 

In Deutschland gibt es rund 70 Studiengänge im Bereich Design. Eine der größten künstlerischen Hochschulen ist die Universität der Künste in Berlin. In den bekannten QS World University Rankings 2025 schnitten nach ihr auch die Bauhaus Universität Weimar und die Humboldt-Universität zu Berlin gut ab.  Weitere bekannte Adressen sind zum Beispiel die Hochschule für Gestaltung in Offenbach und die Staatliche Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart.  

Welche Design-Richtungen gibt es? 

Neben dem klassischen Design-Studium bieten viele Hochschulen spezielle Fachrichtungen an: vom Industrie- und Produktdesign über Virtual Design bis zum nachhaltigen Design. Grundsätzlich bieten viele Universitäten an, während des Studiums thematische Schwerpunkte zu setzen.  

Wie lange dauert das Studium? 

Das Bachelorstudium dauert in der Regel sechs bis acht Semester, also drei bis vier Jahre. Wer danach noch einen Master machen möchte, sollte weitere vier Semestern einplanen.  

Was muss ich bei der Bewerbung für einen Design-Studiengang beachten? 

Kreative Studiengänge wie Design haben in Deutschland spezielle Zulassungsvoraussetzungen. Die meisten Hochschulen fordern eine Mappe mit Arbeitsproben, um sich einen ersten Überblick über die künstlerischen Fähigkeiten der Bewerbenden zu verschaffen. Die konkreten Anforderungen können dabei variieren. Oft gibt es eine vorgegebene Aufgabenstellung, zu der mehrere Arbeiten angefertigt werden müssen – andere Universitäten überlassen euch die Wahl des Themas. In der Regel haben die Mappen einen Umfang von zehn bis 20 Arbeitsproben, das können zum Beispiel Zeichnungen, Skizzen oder Fotos sein. 

Welche Berufsperspektiven habe ich nach einem Design-Studium in Deutschland?

Absolventinnen und Absolventen können in unterschiedlichen kreativen Bereichen  – zum Beispiel in der Gestaltung von Produkten, Medien oder digitalen Anwendungen – für Unternehmen, Agenturen oder als Selbstständige tätig sein. Deutschland hat  Bedarf an gestaltenden Fachkräften, zum Beispiel im UX-Design, sodass Absolventinnen und Absolventen häufig kurz nach dem Abschluss einen Job finden. Praktika und ein starkes Portfolio erhöhen die Chancen auf einen Einstieg erheblich.

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© Ben Kuhlmann

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