Winter war milder, trockener und sonniger als im Mittel
In diesem Winter hat es mehr Sonne und weniger Regen gegeben als im Schnitt. Nach vorläufigen Ergebnissen war es der 15. Winter in Folge mit überdurchschnittlichen Temperaturen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner Winterbilanz mitteilte.
Das vorläufige Temperaturmittel lag bei 1,8 Grad Celsius und damit 1,6 Grad über dem Mittelwert der Jahre 1961 bis 1990. Nur der Januar blieb unterdurchschnittlich kalt. Das bundesweite Minimum von minus 21,7 Grad wurde im bayerischen Oberstdorf gemessen.
Die Sonnenscheindauer lag mit rund 180 Stunden deutlich über dem Mittelwert von 153 Stunden der Jahre 1961 bis 1990. Vor allem der Dezember und der Januar zeigten sich sonnig. Erst der Februar wurde nasser und trüber. An den Alpen schien die Wintersonne stellenweise mehr als 300 Stunden – der höchste Wert bundesweit.
Die Niederschläge erreichten bundesweit demnach rund 135 Liter pro Quadratmeter und damit etwa 75 Prozent des langjährigen Mittelwerts von 181 Litern. Auch der vergleichsweise nasse Februar konnte dieses Defizit nicht mehr ausgleichen. Besonders trocken blieb in diesem Winter der Nordosten, wo vielerorts weniger als 100 Liter pro Quadratmeter in drei Monaten zusammenkamen.
Viel Schnee im Norden
In Teilen Norddeutschlands war es – gemessen an der Zahl der Schneedeckentage – der schneereichste Winter seit 2010 beziehungsweise 2012. Auswirkungen auf die Niederschlagsmenge hatte dies aber kaum: "Der Schnee bleibt halt lange liegen, aber der fällt nur ein Mal", sagte der Meteorologe Andreas Walter.
Je nach Region haben die Menschen unterschiedliche Winter erlebt. Ein Beispiel: Baden-Württemberg war mit rund 225 Stunden das sonnenscheinreichste Bundesland. In Schleswig-Holstein gab es hingegen nur rund 135 Sonnenstunden. Im Saarland und in Nordrhein-Westfalen waren die Temperaturen mit im Schnitt 3,8 Grad deutlich milder als anderswo. In Brandenburg war es im Schnitt am kältesten – mit 0,5 Grad.
Die Daten stammen aus rund 2.000 Messstationen.