Buckelwal vor Wismarer Bucht wieder aufgetaucht
Der Buckelwal ist nach seinem zwischenzeitlichen Abtauchen erneut in der Ostsee vor Wismar gesichtet worden. Er schwimme frei, teilte das Deutsche Meeresmuseum mit. Das war auch auf Bildern einer Live-Kamera zu sehen, auf denen sich das Tier bewegt. Es sei zu hoffen, dass der Buckelwal Richtung Norden schwimme, sagte eine Sprecherin des Meeresmuseums.
Der Wal war zuvor vor der deutschen Ostseeküste abgetaucht und nicht mehr zu sehen gewesen. Das Tier habe die Dunkelheit offenbar genutzt und scheine die Umgebung von Wismar verlassen zu haben, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Wismar. Die Bucht wurde daraufhin abgesucht.
Burkard Baschek, der wissenschaftliche Leiter des Meeresmuseums Stralsund und Koordinator der Rettungsaktion, sagte im ZDF-Morgenmagazin, der Wal müsse aus der Ostsee heraus und den Weg in die Nordsee finden. "Man sieht es ja an der Haut, wie stark ihm der geringe Salzgehalt zusetzt", fügte er hinzu. In der Ostsee gebe es nicht die Lebensbedingungen, die der Wal brauche. Das Freischwimmen sei ein erstes, sehr gutes Zeichen. "Wir können jetzt im Prinzip nur hoffen, dass er es aus eigener Kraft dann am Ende auch schafft."
Tier konnte sich am Abend freischwimmen
Der Buckelwal lag seit mindestens Samstag in der Bucht vor Wismar in flachem Wasser und wurde vor Schaulustigen abgeschirmt. Am Montagnachmittag hatten Wissenschaftler, Umweltschützer und Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) bereits versucht, Kontakt zu dem Tier aufzunehmen. Der Wal habe auf die Annäherung des Boots reagiert, sagte ein Ministeriumssprecher der Nachrichtenagentur dpa. Auch habe das Tier agiler als zuvor gewirkt. Kurz darauf war es dem Wal gelungen, sich freizuschwimmen.