BioNTech klagt wegen Coronaimpfstoffs gegen Moderna

Das ​Pharmaunternehmen BioNTech hat Moderna im Streit um Patentrechte verklagt. Der deutsche Konzern wirft dem US-Konkurrenten in einer bei einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Delaware eingereichten Klage vor, mit einem neuen Coronaimpfstoff seine Schutzrechte zu verletzen.

Laut der Klage soll Moderna mit seinem Impfstoff mNexspike die Rechte an einer Technologie für ein optimiertes mRNA-Impfstoffdesign verletzen, das beim Konkurrenzprodukt Comirnaty von BioNTech und dessen US-Partner Pfizer genutzt wird. Dieses ermögliche eine geringere Dosierung bei Patienten. 

Ein Sprecher von Moderna sagte der Nachrichtenagentur Reuters, das Unternehmen werde gegen die Klage vorgehen. Von BioNTech lag zunächst keine Stellungnahme vor. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte ⁠die Vakzine ​von Moderna der nächsten Generation im Jahr 2025 ‌zugelassen.

Der Rechtsstreit ist ‌Teil einer größeren Auseinandersetzung um Patente bei Coronaimpfstoffen. Bereits 2022 hatte Moderna BioNTech und Pfizer wegen ​mutmaßlicher Patentverletzungen durch Comirnaty verklagt. Dieses Verfahren läuft noch. Erst im Januar klagte der Pharmakonzern Bayer ebenfalls wegen mutmaßlicher  Patentverletzungen gegen Pfizer, BioNTech und Moderna.