Was haben Sie bei der Einstufung des Pflegegrads erlebt?

Rund 5,7 Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig. Alte und Junge, Männer und Frauen, manche sind Eltern, andere Kinder. Je nach Pflegegrad und Lebensumständen erhalten die Gepflegten oder ihre Angehörigen unterschiedlich viel Geld und Unterstützung. Neben dem grundlegenden Pflegegeld können auch Hygieneartikel, eine Haushaltshilfe, Rollatoren oder Pflegebetten und ein Platz in Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege bezahlt oder bezuschusst werden.

Schon heute kritisieren Betroffene, wie schwer es mitunter ist, als pflegebedürftig eingestuft zu werden. Der Antrag bei der Pflegekasse, der Hausbesuch des Medizinischen Dienstes, die Fragen. Nicht selten erhalten Menschen mit dem Bescheid einen zu niedrigen Pflegegrad und werden erst nach einem Widerspruch höher eingestuft, für den in der Regel Hilfe vom Profi nötig ist.

Nun könnte es künftig sogar noch schwerer werden, einen Pflegegrad zu erhalten. Um Geld im Pflegesystem zu sparen, plant Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) einem Medienbericht zufolge unter anderem, die Anforderungen für die Pflegebedürftigkeit, also Pflegegrad eins, zu erhöhen. Auch für die Pflegegrade 2 und 3 sollen strengere Kriterien gelten.

Aus diesem Anlass interessieren wir uns für Ihre Erfahrungen. Haben Sie einen Pflegegrad oder jemand Nahestehenden, um den oder die Sie sich kümmern? Wie lief die Einstufung in Ihrem Fall ab? Was klappte gut, wo lief etwas anders, als Sie es sich vorgestellt hatten? Konnten Sie oder Ihre Angehörige von allen zustehenden Hilfen profitieren und wie hat sich die Situation seither verbessert? Wie blicken Sie auf die Pläne zur Verschärfung der Pflegegrade 1 bis 3?

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