Deutsche haben weniger Schnupfen, aber mehr psychische Belastungen
Der Krankenstand in Deutschland hat sich leicht entspannt. Das zeigt eine Auswertung der Betriebskrankenkassen des ersten Quartals dieses Jahres im Vergleich zu den Vorjahren. Eine Kehrtwende sei aber nicht in Sicht, teilte der Dachverband der Betriebskrankenkassen (BKK) in Berlin mit.
Die Erkältungs- und Grippesaison verlief den Angaben nach zu Jahresbeginn verglichen mit dem Vorjahr etwas milder, weswegen der Krankenstand im Vergleich zu 2025 um ein Viertel zurückging. Atemwegserkrankungen sind weiterhin die häufigste Ursache für Fehlzeiten im Job. Psychische Erkrankungen sorgten hingegen für mehr und längere Fehlzeiten.
Bei Jüngeren besonders hoher Anstieg psychischer Erkrankungen
Am größten fällt bei den psychischen Erkrankungen der Zuwachs in jüngeren Altersgruppen aus, insbesondere bei den 25- bis 44-Jährigen. Besonders kritisch ist laut BKK die lange Ausfalldauer der Beschäftigten von durchschnittlich mehr als fünf Wochen. Auch die Zahlen wegen Verletzungen und Vergiftungen stiegen leicht an.
Zwischen Januar und März 2026 lag der Krankenstand der bei den Betriebskrankenkassen Versicherten mit durchschnittlich 6,4 Prozent etwas unter den Vergleichsquartalen von 2024 mit 6,5 Prozent und 2025 mit 6,9 Prozent.
Im Vergleich zur Zeit vor der Coronapandemie liegt der Krankenstand aber weiterhin höher, was die Kasse auch auf die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Jahr 2022 zurückführt. Seitdem werden die Krankmeldungen digital an die Krankenkassen übermittelt und damit erstmals vollständig erfasst.