Timothée Chalamet gewinnt ersten Golden Globe
Der US-Schauspieler Timothée Chalamet hat erstmals einen Golden Globe gewonnen. Bei der 83. Verleihung der Film- und Fernsehpreise in Beverly Hills erhielt der 30-Jährige den Preis als bester Hauptdarsteller in der Kategorie Komödie/Musical für seine Rolle als Tischtennisspieler im Film Marty Supreme. Der US-Sender CBS strahlte die rund dreistündige Show, zu der zahlreiche Hollywoodstars eingetroffen waren, live aus. Lesen Sie hier unseren Nachbericht.
Chalamet war schon viermal für Golden Globes nominiert gewesen, aber in der Vergangenheit stets leer ausgegangen. Nun setzte er sich gegen George Clooney (Jay Kelly), Leonardo DiCaprio (One Battle After Another), Ethan Hawke (Blue Moon), Lee Byung-Hun (No Other Choice) und Jesse Plemons (Bugonia) durch.
Sein Vater habe ihm beigebracht, immer dankbar zu sein für das, was man habe, sagte Chalamet in seiner Dankesrede. Das habe ihm in der Vergangenheit dabei geholfen, wenn er bei Preisverleihungen leer ausgegangen war. Umso "süßer" sei nun dieser Moment.
Die Preisverleihung zog zahlreiche Prominente an: Ariana Grande lief in einer eleganten schwarzen Robe über den roten Teppich, Kate Hudson glänzte in Silber, Jennifer Lawrence zeigte reichlich nackte Haut. Auch George Clooney in Begleitung von Ehefrau Amal und Selena Gomez gemeinsam mit Benny Blanco waren unter den vielen Filmschaffenden und Stars, die an Fotografen vorbeiflanierten.
"Hamnet" bekam Golden Globe als bestes Drama
Die Ausrichter der Golden Globes prämierten Künstlerinnen und Künstler in 27 Film- und Fernsehkategorien sowie einer Podcastsparte:
Zur besten weiblichen Hauptdarstellerin in der Sparte Komödie/Musical wurde die australische Schauspielerin Rose Byrne gekürt. Die 46-Jährige bekam den Preis für ihre Rolle in der Tragikomödie If I Had Legs I’d Kick You von Filmemacherin Mary Bronstein.
Der Film Hamnet gewann den Golden Globe als bestes Filmdrama. Das Familiendrama der Regisseurin Chloé Zhao war mit sechs Nominierungen ins Rennen gegangen. Der Film thematisiert auf fiktive Weise die Trauer von William Shakespeare und seiner Frau Agnes nach dem Tod ihres Sohnes.
Für ihre Darstellung von Shakespeares Frau gewann die irische Schauspielerin Jessie Buckley den Golden Globe als beste Hauptdarstellerin in der Kategorie Drama. Buckley setzte sich gegen Jennifer Lawrence (Die My Love), Renate Reinsve (Sentimental Value), Julia Roberts (After the Hunt), Tessa Thompson (Hedda) und Eva Victor (Sorry, Baby) durch.
Als bester Hauptdarsteller in einem Drama wurde der brasilianische Schauspieler Wagner Moura geehrt. In dem Politthriller The Secret Agent über die Militärdiktatur in Brasilien spielt Moura einen Mann auf der Flucht.
"One Battle After Another" räumt Preise ab
Der Politthriller One Battle After Another von Regisseur Paul Thomas Anderson holte den Golden Globe als beste Komödie. Der Film von Paul Thomas Anderson geht damit auch bei den diesjährigen Oscars als ein Favorit ins Rennen.
One Battle After Another war gleich mit neun Nominierungen in den Abend gestartet und räumte in weiteren Kategorien ab: US-Regisseur Paul Thomas Anderson holte mit dem Film den Golden Globe in der Sparte Beste Regie. US-Schauspielerin Teyana Taylor bekam den Golden Globe als beste Nebendarstellerin in dem Politthriller.
Als männlicher bester Nebendarsteller bekam der schwedische Schauspieler Stellan Skarsgård einen Golden Globe. Der 74-Jährige wurde für seine Rolle in dem Familiendrama Sentimental Value unter der Regie des Norwegers Joachim Trier prämiert.
Brasilianischer Film ausgezeichnet
Der brasilianische Film The Secret Agent gewann den Golden Globe als bester nicht englischsprachiger Film. Es waren unter anderem auch das im Iran spielende Politikdrama Ein einfacher Unfall (Frankreich) von Regisseur Jafar Panahi, The Voice of Hind Rajab (Tunesien), Sentimental Value (Norwegen) und Sirât (Spanien) nominiert. Das Drama In die Sonne schauen der Berliner Regisseurin Mascha Schilinski hatte es nicht auf die Nominiertenliste geschafft.
Der schwedische Filmkomponist Ludwig Göransson gewann mit dem Soundtrack zum Film Blood & Sinners einen Golden Globe. Der 41-Jährige setzte sich unter anderem gegen den Franzosen Alexandre Desplat (Frankenstein) und den Briten Jonny Greenwood (One Battle After Another) durch.
Nominiert waren auch der deutsche Filmkomponist Hans Zimmer (68) mit seiner Musik für den Rennsportfilm F1 und der in Deutschland geborene britische Komponist Max Richter (59) mit seiner Untermalung des Dramas Hamnet von Regisseurin Chloé Zhao.