US-Luftfahrtbehörde warnt vor Flügen über Länder Lateinamerikas
Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat Fluggesellschaften bei Flügen über Mittelamerika und Teilen Südamerikas vor potenziellen Gefahren gewarnt. Als Gründe nannte die Behörde Risiken durch mögliche militärische Aktivitäten sowie Störungen der Navigations- und GPS-Signale. Betroffen seien generell Mittelamerika, in Mexiko insbesonders die Ostküstenstadt Mazatlán, Ecuadors Stadt Guayaquil, Panama, Bogotá im Zentrum Kolumbiens und Teile des Luftraums über dem östlichen Pazifik. Die Warnung gelte für einen Zeitraum von 60 Tagen.
Die Warnungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Ländern Mittel- und Südamerikas. Anfang Januar ordnete US-Präsident Donald Trump einen Militäreinsatz in Venezuela an, und nahm Präsident Nicolás Maduro sowie dessen Frau Cilia Flores gefangen. Maduro sitzt seither in New York in Haft, wo ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll. US-Präsident Donald Trump deutete weitere militärische Aktionen an, unter anderem gegen Kolumbien. Vergangene Woche hatte Trump zudem erneut dem Inselstaat Kuba gedroht, unter anderem mit einem Stopp von Öl- und Geldlieferungen.
Kritik an Mexikos Regierung
Ähnlich wie im Fall Venezuelas kritisierte Trump die mexikanische Regierung mehrfach wegen einer vermeintlich zu laschen Politik gegenüber der Drogenkriminalität in dem Land. "Wir werden damit beginnen, die Kartelle an Land zu bekämpfen. Die Kartelle beherrschen Mexiko", sagte Trump in einem Interview mit dem Fox-News-Moderator Sean Hannity vergangene Woche.
Seit September greift die US-Armee auch immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik an. Dabei wurden bereits mehr als hundert Menschen getötet. Kritiker stufen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig ein.