BDA sieht „zentralen Fehler“: Arbeitgeber rechnen mit geringer Nutzung der 1000-Euro-Prämie
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) erwartet laut einem Medienbericht, dass erheblich weniger Unternehmen die steuerfreie Prämie über 1000 Euro an Beschäftigte auszahlen werden, als es vor vier Jahren der Fall war.
In einem Interview mit der Zeitung „Bild“ erklärte BDA-Hauptgeschäftsführer, Steffen Kampeter, man habe beispielsweise vor wenigen Wochen in der chemischen Industrie vereinbart, dass es keine Lohnanpassung in diesem Jahr geben werde. „Die werden jetzt nicht noch sagen bei den vielen 100.000 Beschäftigten, wir zahlen da einfach noch mal obendrauf. Das ist weder in der Kalkulation noch in der Gesamtdynamik des Tarifvertrages. Das ist ja der zentrale Fehler“, sagte Kampeter der Zeitung einem Vorabbericht zufolge.
Kampeter kritisierte demnach Bundeskanzler Friedrich Merz und Finanzminister Lars Klingbeil scharf. Beide hätten mit der Prämie Erwartungen geschürt und die Erfüllung dieser Erwartungen bei anderen abgeladen. „Das macht man nicht, das gehört sich nicht“, sagte Kampeter laut Vorabbericht.
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Anders als 2022 seien Arbeitgeber und Gewerkschaften auch nicht in die Entscheidung eingebunden gewesen. Der BDA-Chef zeigte sich demnach offen für Nachbesserungen in den anstehenden Bundestagsberatungen. Eine Ausweitung auch auf das Jahr 2027 biete mehr Möglichkeiten, das auch tarifvertraglich zu machen. (Reuters)