US-Regierung will Hinrichtungen durch Erschießungskommando zulassen
Das US-Justizministerium hat angekündigt, die Vorgaben zur Todesstrafe auf Bundesebene zu ändern und will künftig auch Erschießungskommandos als Hinrichtungsmethode erlauben. Wie das Ministerium mitteilte, sollen außerdem die Regeln für Hinrichtungen per Giftspritze aus der ersten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump wieder eingeführt werden. Zugleich würden interne Abläufe gestrafft, um Verfahren in Todesstrafenfällen schneller voranzubringen.
Justizminister Todd Blanche habe zuvor die Beantragung der Todesstrafe in neun Fällen genehmigt. Dazu hatte das Ministerium ein aus der Amtszeit von Joe Biden verhängtes Moratorium für Hinrichtungen auf Bundesebene aufgehoben. Unter Trumps Führung sorge das Justizministerium wieder für die Durchsetzung des Rechts und stehe an der Seite der Opfer, sagte Blanche.
Erschießungskommandos würden es dem Justizministerium nach eigenen Angaben ermöglichen, Exekutionen auch dann durchzuführen, »wenn ein bestimmtes Mittel nicht verfügbar ist«. Gemeint sein dürfte damit die Substanz, die bei Hinrichtungen per Giftspritze eingesetzt wird. Die Hinrichtungsmethode ist dem Regierungsbericht zufolge bereits in fünf Bundesstaaten erlaubt. Neben Idaho, Mississippi und Oklahoma können zu Tode verurteilte Straftäter auch in South Carolina und Utah erschossen werden.
Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit Hinrichtungen auf Bundesebene nach einer fast 20-jährigen Unterbrechung wieder aufnehmen lassen. Dazu ist die Todesstrafe in mehr als 20 US-Bundesstaaten zulässig, wird in einigen jedoch faktisch nicht mehr vollstreckt. Außer der Giftspritze werden Hinrichtungen in den Vereinigten Staaten unter anderem durch den elektrischen Stuhl vollstreckt.